PAGAN FEST IM Z7 AM 10. APRIL 2008



Vergangenen Donnerstag machte das Pagan Fest im altbekannten Z7 in Pratteln halt. Innerhalb weniger Minuten nach der Türöffnung um 18.00 Uhr war die Halle gerammelt voll. Kein Wunder, denn das Spektakel war schon seit Wochen ausverkauft. Nach dem kurzen Einwärmen einer mir unbekannten Band betraten die Mannen von Týr die Bühne. Der Sound war sauber abgemischt, da gab es nichts auszusetzen. Die Band von den Färöer Inseln bestach durch melodiösen Folk-Metal. Das Publikum schenkte Týr jedoch nicht seine volle Aufmerksamkeit. Viele Pagan- und Folk-Metal Fans genehmigten sich erstmal ein kühles Blondes und beobachteten das Geschehen aus der Distanz. Nach geschätzten 35 Minuten von Týr und einer kleinen Pause folgte die Finnische Band Moonsorrow. Die 1995 gegründete Band spielt eine interessante Mischung aus Folk und Black Metal. Ihre meist überlangen Stücke (nicht selten 15 Minuten bis eine halbe Stunde) werden fast ausschließlich in Finnischer Sprache gesungen, oder besser gesagt, gekreischt. Das Publikum schien nun schon etwas aufgetauter zu sein und man sah vermehrt die Haare fliegen. Nachdem Moonsorrow die Bühne verließen, tat sich deutlich was in der Menge. Korpiklaani standen als nächster Act auf dem Plan. Es bildete sich rasch ein „Moshpit“ im vorderen Teil der Halle, wobei freiwillig und unfreiwillig Haare flogen. Bei ihrem Song „Happy Little Boozer“ war die Menge kaum mehr zu halten. Es schien als ob das ganze Z7 im Humppa-Rhythmus der Finnen auf und ab hüpfte. Nach ca. einer Stunde verabschiedeten sich Korpiklaani vom mittlerweile ziemlich verschwitzten Publikum. Es schien als ob die meisten Viking-Fans nochmals Kraft tanken wollten, die Bar wurde schier überrannt. Mittlerweile war es gut 21.00Uhr. Ensiferum wurden mit lautem Gegröle empfangen und legten sogleich mit ihrem Song „Iron“ los. Sie spielten Hits wie „Token Of Time“ und „One More Magic Potion“, aber auch das kultige „Lai Lai Hei“ fehlte nicht. Der Sound war wuchtig und die Stimmung konnte besser nicht sein. Ensiferum gaben, wie so oft, ihren „Battle Song“ als Zugabe und räumten die Bühne für den nationalen Headliner des Abends. Nach all den Finnischen Vorreitern und deren sehr gute Support-Arbeit, war die Menge ready für Eluveitie. Die Schweizer stampften sogleich mit „Inis Mona“ los und gaben dem Publikum was es wollte. Auch bei ihnen war der Soundmix sehr gut, wie bei allen Bands an diesem Abend. Ich persönlich habe mich sehr gefreut, dass Eluveitie den Abend das Pagan Festes beendeten, den stilvoller hätte es niemand über die Bühne gebracht. Pagan Fest 2008 mit Týr, Moonsorrow, Korpiklaani, Ensiferum und Eluveitie, ein wahrhaft großartiges Fest!
sataana

Linktipps:
Interview mit Eluveitie

Australien Belgien Dänemark Deutschland Finnland Frankreich Italien Neuseeland Niederlande Norwegen Österreich Portugal Schweden Spanien Suisse Romande
english
LOGIN
PASSWORT
Passwort vergessen?