METALLICA, 17. AUGUST IN JONSCHWIL









Als ich schon relativ früh, um 16:00 Uhr auf dem Gelände in Jonschwil ankam, traute ich meinen Augen kaum. Schon zig-tausende Fans haben sich auf dem großen Areal gesammelt. Der Anblick vom erhöhten Hügel aus war fantastisch! Als ich dann ein paar Minuten später im Getümmel war, wurde mir erst richtig bewusst, was für ein riesen Anlass das heute ist.

Pünktlich um 17:00 Uhr fing dann auch schon die erste Vorband Mnemic an zu spielen. Auf die Dänen, die guten, harten Metal mit Industrial Einflüssen machen, freute ich mich besonders. Leider war ich mit meiner Vorfreude fast alleine. Die meisten Besucher hörten zwar aufmerksam zu, konnten sich jedoch nicht sichtlich begeistern lassen. Als Vorband von Metallica hat man es aber auch nicht leicht. Mnemic spielten vorwiegend Songs ihres aktuellen Albums „Passenger“ und verließen nach nur 45 Minuten die Bühne. Ich für meinen Teil werde die Dänischen Jungs auf jeden Fall im Auge behalten.

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter mit Within Temptation. Da mir ihr Metal-Stil nicht wirklich zusagt, habe ich das Treiben auf der Bühne nicht konsequent mitverfolgt. Jedoch konnte auch ich mich nicht der absolut glasklaren Stimme von Sängerin Sharon Janny den Adel entziehen. Auch wenn mir die Musik der Holländer nicht gefällt, muss ich sagen, dass mich den Adels Stimme ganz und gar überzeugt hat. Anfangs hatte ich wirklich fast den Eindruck, dass die zierliche Sängerin Playback trällerte. Es klang fast schon zu perfekt.

Es dämmerte schon leicht und man merkte an der angeheizten Stimmung, dass es nun nicht mehr lange dauern kann, bis Metallica die Bretter betreten.
Das Licht ging um kurz nach 19:45 Uhr aus und das berühmte Intro erklang. Die Menge jubelte und wenn man kurz nach hinten sah, hatte man das Gefühl, dass da locker 40'000 Metal-Fans waren. Metallica legten mit „Creeping Death“ los, gefolgt von „For Whom The Bell Tolls“. Man merkte sofort, dass Metallica richtig gut gelaunt waren. Sänger und Gitarrist James Hetfield kündigte als sechsten Song „Cyanide“ and, welcher auf ihrem brandneuen Album „Death Magnetic“ (ab 12. 09. 08 im Handel) sein wird. Beim Song „Whiplash“, welcher auf ihrer ersten Scheibe „Kill’Em All“ von 1983 zu finden ist, wurde mir deutlich, dass einige junge Fans vor der Bühne, noch nicht so ganz vertraut waren, mit den alten, thrashigen Nummern der Amerikaner. Was ich äußerst schade fand. Drückte es doch ein wenig auf die Stimmung, zumindest auf meine. Beim nächsten Song jedoch, grölte auch der hinterletzte mit, denn „Nothing Else Matters“ kennt auch Hinz und Kunz. Zu meiner Freude spielten die Herren auch noch ihr punkiges „So What“, ein Song, den ich bis anhin noch nie live von ihnen hörte. Nach gut zwei Stunden Show verabschiedeten sich Metallica mit „Seek And Destroy“.

Von der Location in Jonschwil war ich sehr angetan. Die Landschaftliche Umgebung hat nicht nur mir zugesagt, auch die Bandmember bei Metallica haben sich äußerst positiv über das schöne Ambiente geäußert. Auch die Organisation fand ich gut. Ich musste weder fürs Essen, Trinken lange warten und auch sonst gab es nix zu bemängeln.
Die Soundqualität war, zumindest von meinem Plätzchen aus, sehr gut. Einzig und allein kann ich die, ein bisschen gedämpfte, Euphorie der Besucher bemängeln. Das sah damals im Hallenstadion 2003 wesentlich bombastischer aus. Aber dieser Gig bleibt sowieso unerreicht.
Solitary Fairy


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