MARIT LARSEN (SUPPORT: MYRON), SCHÜÜR LU - 29.11.2009

Wer das Album der sympathischen Norwegerin kennt, wusste, was vom angekündeten Konzert zu erwarten war. Feine Melodien, kombiniert mit einer Elfen-Stimme - genau das Richtige zum Adventbeginn.

Als Vorband wärmten die beiden Basler von Myron ein. Rein akustisch gaben sie einige Songs zum besten, darunter natürlich ihre bekanntesten Hits "One Step Closer" und "Say You Want Me". Die zwei Herren waren sich ihrer Support-Rolle durchaus bewusst und machten keinen Hehl aus ihrer Begeis-terung für Marit. So funktionierten sie ihren Song "Say You Want Me" kurzerhand in eine Hymne an die junge Dame um. "We want Marit, Marit Larsen" sang das Publikum lauthals - eine klare Ansage!

Um ziemlich genau 21 Uhr wurden die Gesänge erhört. Marit Larsen, die am Abend zuvor bereits in Zürich gespielt hatte, betrat mit ihrer Band die Bühne. Eher ungewöhnlich, eröffnete sie das Konzert nicht mit einem flotten Lied, sondern begrüsste zuerst einmal das Publikum und bedankte sich gleich im Voraus. Marit schien ein wenig nervös und schüchtern. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie in Norwegen bereits seit längerem eine erfolgreiche Musikerin ist. Ihre natürliche Art machte sie aber sofort sympathisch und brachte ihr gleich von Beginn weg einen gewissen Niedlichkeitsfaktor.

Dass Marit Larsen auch noch andere Vorzüge als ihr märchenhaftes Aussehen hat, zeigte sie während dem Konzert immer wieder. So war sie für einige Überraschungen gut, nicht nur musi-kalisch. Zwischen den Liedern erzählte sie oft kleine Anekdoten. Zudem stellte sie sich als äus-serst humorvolle Person heraus. Sogar über sich selbst konnte sie sich bestens amüsieren, be-sonders als sie bei "Steal My Heart" einen Aussetzer hatte. Wiederholte Lachanfälle plagten die Arme und machten es vorerst unmöglich, den Song weiterzuspielen. Das Publikum fand es zum Glück ebenfalls lustig und verzieh ihr den Patzer gerne.

Gespielt wurden die meistens Lieder des Albums "If A Song Could Get Me You", das - wie sie erklärte - eine Art Best-Of aus ihren bisherigen CDs ist. Mit den passenden (Entstehungs-) Ge-schichten, wurde beinahe jedes Stück ein kleines Highlight. Zum Beispiel das herzerwärmende Liebeslied "Fuel" oder die neue Single "Under The Surface". Mit der Uptempo-Song "Addicted" brachte Marit Larsen ausserdem das einzige Lied, das nicht auf dem erwähnten Album zu fin-den ist - eine äusserst gefällige Nummer.

"Kennt ihr das, dass Frauen etwas sagen, aber etwas anderes meinen?", fragte Marit das Publi-kum, welches natürlich zustimmte. Inzwischen hatte sie ihre Scheu verloren und wusste die Zu-hörer sehr geschickt um den Finger zu wickeln. So kündete sie grinsend an: "Jetzt kommen wir leider zu unserem letzten Song". Niemand glaubte daran, denn mit "Don't Save Me" kam zum Schluss zwar ein weiterer Hit der Norwegerin, doch fehlte noch ein ganz bestimmtes Lied.

Nachdem Marit mit ihrer fünfköpfigen Band mit grossem Applaus wieder auf die Bühne geholt worden war, liess sie die Fans bewusst noch ein wenig warten. Sie versüsste die Zeit jedoch mit "I've Heard Your Love Songs", das sie im zarten Alter von 13 Jahren geschrieben hatte. "Es ist unglaublich, wie ein Song alles verändern kann!" kündete sie den letzten Song an und alle verstanden, was damit gemeint war. Das ganze Konzert bewies zwar, dass Marit mehr zu bie-ten hat. Nichts desto trotz durfte der Überhit "If A Song Could Get Me You" natürlich nicht feh-len. Unter allgemeinem Mitsingen kamen die Fans sogar ein weiteres Mal in den Genuss des Erfolgsliedes und verliessen verzaubert das Konzerthaus.
YVE

Linktipps:
Unser Interview mit Marit Larsen
Zum aktuellen Album "If A Song Could Get Me You"
Discographie von Marit Larsen
Offizielle Seite

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