INTERVIEW MIT NATACHA



Die Mundartrockerin Natacha meldet sich mit ihrem lang erwarteten neuen Studioalbum «N°10» zurück! Mit ihrer experimentierfreudigen Ader und unbändiger Lust auf harte Gitarrenriffs, gelingt es Natacha einmal mehr, Mundartmusik total berührend und kraftvoll verschmelzen zu lassen. Wir haben die Bernerin zum Interview eingeladen

hitparade.ch: Natacha, gerade letzthin beklagte sich Chris Von Rohr lauthals bei einem Telefonat mit einem Radio Top Moderator, dass es traurig sei, weil es in der Schweiz so wenige Frauen gibt, die erfolgreich musizieren und sich durchsetzen können. Diejenigen, die es geschafft hätten, seien dann auch schon mindestens 15 Jahre dabei. Nebst deinem Namen fielen noch Sina, Gigi Moto und Vera Kaa. Siehst du das ähnlich wie Chris Von Rohr?
Natacha: Ja, das sehe ich ähnlich. In der Schweiz hat es, wenn man von Schweizer Mundart spricht, verhältnismässig wenig Frauen, die mit eigenen Projekten Erfolg haben. Aber auch weltweit gibt es weniger Frauen als Männer, die Musiker sind. Andere Länder sind ja auch grösser. Das Musikbusiness ist sehr hart, vielleicht darum?!

hitparade.ch: Redet man da auch unter Frauen mal darüber?
Natacha: Ja, klar sprechen wir auch über solche Dinge! Unter den Musiker-Frauen verhält es sich wie im normalen Leben. Manche Musiker-Frauen stehen sich näher, andere eher weniger. Das muss nicht einmal mit der Musik zu tun haben.

hitparade.ch: Ich denke die Musikerinnen, die Von Rohr aufgezählt hat. Diese kennst du ja sicher alle persönlich. Habt ihr euch untereinander auch schon über dieses Problem unterhalten?
Natacha: Ja, auf jeden Fall! Besonders Gigi Moto kenne ich sehr gut, weil sie die Freundin meines Gitarristen ist. Sie ist ja mit mir musikalisch gross geworden, wir haben zwölf Jahre in der gleichen Band gespielt. Daher hatten wir von Anfang an viel Kontakt. Mit Sina, die ja nach mir auch Mundart gemacht hat, wurde ich früher oft verglichen, aber eigentlich machen wir ganz unterschiedliche Musik. Natürlich trifft man sich oft, zum Beispiel in Fernseh-Shows.

hitparade.ch: Als wir vernommen haben, dass ein neues Album von dir erscheint, dachten wir, es sei französisch. Es sind doch mal französische Übersetzungen aufgetaucht und auch in unserem letzten Interview war die ein Thema. Wie ist der Stand der Dinge bei diesem "Projekt"?
Natacha: Meine Single „Avant d'avouer“ startete in Frankreich im Februar und läuft dort bereits im Radio. Da läuft es super. Das Album ist ebenfalls fertig und wird demnächst veröffentlicht. Ich freue mich sehr, dass alles so gut funktioniert!

hitparade.ch: Unter welchem Namen erscheint denn dieses Album?
Natacha: Unter meinem ledigen Namen Natacha von Moos.

hitparade.ch: Wird die CD auch in der Schweiz erscheinen?
Natacha: Die CD wird nach der Veröffentlichung in Frankreich auch in der Schweiz herauskommen. Am 12. Februar sind wir erstmal mit der Single gestartet. Wir haben ja auch schon die ersten Konzerte gehabt. Es haben alle gesagt, es sei schwer - was es ja auch ist. Aber ich glaube, wenn ein Song funktioniert, dann denke ich, dass die Chance schon da ist. "Avant d'avouer" hat jedenfalls rasch Anklang gefunden. Ob der Erfolg dann kommt, das weiss man ja nie vorher, aber so, wie bisher darüber gesprochen wurde, habe ich das Gefühl, es sei leicht gelaufen für den ersten Versuch. Ich habe mir zu Beginn schon Sorgen gemacht, als alle gesagt haben, es sei unmöglich für einen Schweizer. Aber dann habe ich mir gesagt, dass ich es einfach machen soll und mich nicht verunsichern lassen.

hitparade.ch: Spielst du auch Konzerte in Frankreich?
Natacha: Klar, die ersten Konzerte sind bereits über die Bühne!

hitparade.ch: Waren auch Mundart-Songs in der Setlist?
Natacha: Nein, die sind kein Thema in Frankreich.

hitparade.ch: Stephan Eicher konnte mit Mundart-Liedern Erfolge feiern in Frankreich und Sina in Holland.
Natacha: Das ist natürlich schon toll! Mit „Schwäfelhölzli“ waren wir in Schweden in den Charts und deswegen auf Tour mit Bo Johansson. Das zeigt doch, dass die Musik die Sprache der Seele ist! Dass es auf die Sprache manchmal halt doch nicht draufan kommt.

hitparade.ch: Zurück zu deinem aktuellen Album: Textlich geht es auch auf deinem neuesten Album meist um Zwischenmenschliches in allen Facetten, hauptsächlich die Liebe. Was fasziniert dich so daran, dass dies so ausgeprägt ist?
Natacha: Schon früher bei jedem Volksmusik-Lied war das doch Thema Nummer eins. Die Liebe ist für die Menschen am Wichtigsten. Ohne sie können wir nicht leben! Es gibt ja viele verschiedene Gefühlsebenen. Etwas vom Schönsten sind natürlich die Gefühle zwischen Frau und Mann, oder Frau und Frau, spielt ja keine Rolle. Es gibt die unterschiedlichsten Stufen. Es handeln jedoch nicht alle Songs auf dem neuen Album von der Liebe. Aber zum Thema Liebe fällt einem natürlich immer etwas ein.

hitparade.ch: Welche anderen Themen besingst du sonst noch?
Natacha: Besonders bedeutend für mich ist der Song „Die 7 Gebot“. Nach der SVP-Kampagne mit den schwarzen Schafen war ich sehr schockiert. Viele unserer DJs im Studio sind aus Frankreich und dunkelhäutig. Diese waren natürlich ebenfalls negativ überrascht. Im Fernsehen sah ich eine Sendung über einen bei der UNO arbeitenden dunkelhäutigen Mann von der Elfenbeinküste, dieser erzählte über seine Erfahrungen mit Rassismus in der Schweiz. Darauf schickte ich ihm eine e-Mail um im zu zeigen, dass nicht alle Leute solche Kampagnen unterstützen und entschuldigte mich bei ihm. Er hat mir dann zurückgeschrieben und bei einem seiner Vorträge in Luzern traf ich ihn sogar noch persönlich. Aus dieser Bekanntschaft entstand der Text zu „Die 7 Gebot“. Denn ich finde, wir leben immerhin im Jahr 2008 und man sollte endlich anfangen, in solchen Dingen anders zu denken. Und dass die jungen Leute sich wehren.

hitparade.ch: Wo holst du die Inspirationen? Nicht nur die textlichen, auch die musikalischen.
natacha: Ich besuche selbst viele Konzerte, kaufe CDs und surfe im Internet. Inspiration ist für mich überall und in jedem Atemzug, Musik liegt in der Luft. Oder auch sonst durch Dinge, die mir gefallen. Wenn ich einen bestimmten Song höre mit einem besonderen Beat oder so. Wir haben jetzt auch einen Song mit einem speziellen Beat. Und wenn ich sowas finde, dann lade ich es herunter und bereite es vor, damit es in einem Song eingesetzt werden kann. Es passiert immer und überall.

hitparade.ch: Dein Song "Die 7 Gebot" erinnert zum Teil an den Sieger-Titel vom Eurovision Song Contest.
Natacha: Ja, das stimmt. Mein Lied ist inhaltlich auch an diesen Titel angelehnt. Die Siegerin Marija Šerifovic stammt ja aus der Gegend von Serbien, gerade dort ist die Problematik von „Die 7 Gebot“ aktuell. Gerne würde ich ein Duett mit der Leadsängerin aufnehmen. Wir haben bereits Kontakt miteinander, ihr gefällt mein Song sehr! Er klingt im Refrain wirklich total ähnlich. Die Probleme dort sind wirklich gross, und ich finde es stark, dass eine lesbische Frau diesen Contest gewonnen hat, denn in den slavischen Ländern ist dies ja noch immer ein Problem. So kann man auf eine andere Art diplomatische Dienste leisten. Auch mit Humor.

hitparade.ch: Wie lange hast du an den neuen Songs gearbeitet von der ersten Idee bis du jetzt zum ersten Mal die fixfertige CD zum ersten Mal in der Hand gehalten hast?
Natacha: Bei diesem Album dauerte es so kurz wie noch nie! Wir haben ja zuvor ein "Greatest Hits" Album gemacht - eine für mich sehr schöne Arbeit, durch die ich noch einmal auf alles hatte zurückblicken können. Dort konnte ich auch abschliessen. Nach diesem "Greatest Hits"-Album konnte ich wieder ganz bei Null beginnen, mit total neuen Songs. So nahmen wir die CD während einem dreiviertel Jahr auf - aber volle Kanne :)

hitparade.ch: Vor ein paar Tagen hatten wir ein Interview mit Büne Huber, welcher erzählt hat, wie toll es immer im Studio sei, da sei er extrem kreativ und umtriebig, für andere sei ein riesen Chrampf und wieder andere sehen das wie ein lässiges langes Pfadilager. Wie ist das bei dir?
Natacha: Ich empfinde das ähnlich wie Büne. Die Zeit im Studio ist toll. Man wird nicht abgelenkt, im Studio ist man wie in einer anderen Welt - in einem geschützten Rahmen. Meine Texte schreibe ich oft zuhause, da ich mich halt gerne ablenken lasse :) Dann klingelt wieder das Telefon und irgend jemand will wieder was von einem. Im Studio kann man sich viel eher ein bisschen vergraben, dort ist einfach klar, dass den Songs gearbeitet wird! Ich finde diese Zeit wunderschön.

hitparade.ch: Wir haben bei dir lange gesucht aber nichts gefunden, keine Starproduzenten, keine berühmten Texter, keine unglaublichen Zusammenarbeiten. Offenbar brauchst du das nicht, reizt es auch nicht?
Natacha: Texte schreiben ist das, was ich meiner Meinung nach am besten kann. Darum mache ich das auch selbst. Es ist ein Bedürfnis von mir, Texte zu schreiben, weil ich es gerne mache und es die Leute erfreut. Einer meiner Produzenten ist sehr bekannt, aber halt im Ausland. Er ist ein ganz junger Produzent. Und ich produziere ja auch mit. Und auch eine andere Produzentin von mir ist eigentlich bekannt, denn sie hat schon mit grossen amerikanischen Stars zusammengearbeitet. Aber hier kennt man sie halt nicht. Ich arbeite viel mit internationalen, tollen Leuten.

hitparade.ch: Aber es würde dich schon reizen, mit einem der „Grossen“ zusammenarbeiten?
Natacha: Natürlich, und wie! Auf jeden Fall!! Ich habe vier Alben mit Tony Carey aufgenommen, der ja auch ein Weltstar ist. Dies ist schon sehr interessant und kann dir auch Inputs für Neues geben. Davon habe ich schon als Kind geträumt und hätte nie gedacht, dass es jemals so weit kommen würde. Solche Zusammenarbeiten sind immer interessant und geben neue Ideen.

hitparade.ch: Dies ist dein zehntes Album. Ist das beim 10. Mal noch immer ein irgendwie überwältigendes Gefühl oder flacht das mit den Jahren etwas ab?
Natacha: Klar kennt man es irgendwie schon mit der Zeit. Aber ich muss dir sagen: Als das neue Album gekommen ist, und ich es mir angehört habe, da war das schon ein irrsinniges Gefühl, eine riesige Freude. Wie ein grosses, unberührtes Schneefeld. Ich hatte mich so gefreut, es zum ersten Mal auszupacken und anzuhören. Früher war vielleicht die Aufregung grösser, aber die Freude ist gleich geblieben.

hitparade.ch: Du bist einer jener Acts in der Schweiz, wo man bei Konzerten etwas länger zuhören darf, rund zweieinhalb Stunden können deine Konzerte dauern. Bei anderen Top Bands sind meist nicht ganz zwei Stunden. Die Fans freuts sicher, was hat dich dazu bewegt, die Konzerte auf diese Länge auszudehnen?
Natacha: Das ist natürlich nicht immer so. Je nach dem was das Publikum für Wünsche hat, spiele ich andere Songs. Wir haben ja einige Hits, die zu den Lieblingssongs für das Publikum gehören. Die lassen wir nicht weg. Dann rufen die Fans im Chor, welchen Song sie sich wünschen. Und wenn wir gut drauf sind und Zeit haben, berücksichtigen wir gerne solche Wünsche. Vielleicht ist dies auch so, weil man die Texte versteht. So gehen die Leute vielleicht auch mit etwas mehr Herz mit. Viele singen ja auch mit, was ich sehr schön finde.

hitparade.ch: Denkst du, dass sich mit noch weiter rückläufigen Verkäufen von Tonträgern sich auch das Konzert an und für sich, resp. das Touren sich verändern wird? Dass man gar nicht mehr pausiert, Konzerte noch länger werden. Irgendwie müssen ja fehlende Einnahmen wieder reingehlt werden und die Fans kann man auch nicht mit exorbitant hohen Ticketpreisen schröpfen. Hast du dir darüber auch schon gedanken gemacht, was für ein weg du einschlagen würdest, wenn die Entwicklung so und auch diesem Tempo weiter geht?
Natacha: Einerseits ist der Trend, nicht mehr bei einer Plattenfirma sondern bei einer Booking-Agentur zu sein. Wie zum Beispiel Madonna. Da gehen alle Einnahmen in den selben Topf. Dann ist nicht mehr die Plattenfirma der "Big Master". Dann hat man eigene Labels, die man dann über die Plattenfirma vertreibt. Im Moment ist einfach alles im Umbruch. Diese Probleme sind einfach ein wenig zu spät gesehen worden. Der Künstler ist heute nicht mehr auf eine Plattenfirma angewiesen, denn gerade über das Internet kann sich jeder selbst gut verwirklichen und gute Kontakte knüpfen. Ich persönlich schätze aber eine gute, unterstützende Plattenfirma im Hintergrund nachwievor. Ich fühle mich bei Universal sehr wohl, denn die setzen sich für mich ein. Künstler haben aber manchmal andersrum noch viel mehr Möglichkeiten und die sollten auch wahrgenommen werden. Es hat sich ja schon vieles sehr verändert. Heute gibt es immer grössere Konzerte, so dass die Ticketpreise in der Schweiz teilweise horrend hoch sind. Mittlere Konzerte gibt es fast keine mehr, nur noch Club-Konzerte. Ich bin mir aber sicher, dass das Pendel auch wieder anders schwingen wird. Viele suchen nun nach neuen Wegen. Plattenfirmen specken ab, es gibt immer wieder eine Abteilung weniger. Vielleicht ist das auch zeitgemäss. Diese Entwicklungen haben für mich folglich nicht nur negative Seiten. Das Angebot, wie man sich verwirklichen kann, wird immer grösser. Man muss seine Leute halt sorgfältig auswählen und schauen, dass man sich richtig platziert.

hitparade.ch: Nun gehst du aber mal noch auf Tour wie man es von dir gewohnt ist. Was erwartet die Fans, die sich in die Clubs drängen um dich zu hören?
Natacha: Coole Konzerte! Mein Programm ist typisch Natacha. Ich würde sagen, es wird berühren. Wir haben uns ziemlich entwickelt. Wir spielen vor allem die neuen Songs, aber meine bekannten Hits werden natürlich nicht fehlen. Die Leute lieben diese Hits einfach. Ich war neulich am Zucchero-Konzert und habe gemerkt, dass es halt schon ziemlich cool ist, wenn die Hits so gespielt werden, wie man sie liebt. Als Musiker hat man ja oft Lust, die Songs ein wenig zu verändern. Aber dort habe ich gemerkt, dass es schade ist, wenn die Songs verändert werden.

hitparade.ch: Wie viele Konzerte sind in Planung?
Natacha: Etwa 15.

hitparade.ch: Nach unzähligen konzerten hat man ja sicher diverses erlebt. Gibt es clubs, wo du dich besonders freust, dort aufzutreten oder du dich aus irgendwelchen Gründen besonders verbunden oder verpflichtet fühlst?
Natacha: Aufs Albani freue ich mich. Damals als ich noch keinen Namen hatte, waren das die ersten gewesen, die uns gebucht hatten! Ich mag auch Open Airs und grosse Konzerte. Alles hat seinen eigenen Charme. Schlussendlich muss einfach das Technische, das Equipment und das Musikmachen stimmen. Dann kommt es nicht mehr gross auf die Location an! Wenn wir loslegen, dann kracht es, dann bin ich glücklich. Wir geben alles!

hitparade.ch: Es gibt ja diese "Unplugged" geschichte was viele bands für sich entdeckt haben und dann sagen "das wollte wir schon immer mal machen". Wie sieht es bei dir aus?
Natacha: Wir waren einige der ersten, die ihre Undercover-Konzerte unplugged spielten. Für uns ist das schon darum schon eher abgeschlossen. Es ist wunderschön, einen Song einmal so zu spielen. Man kann ja gute Songs eigentlich nur mit einer Gitarre und Gesang spielen. Ich finde solche Konzerte sehr schön, darum gibt es in unseren Konzerten auch immer einen Unplugged-Teil. Das ist auch für das Publikum total schön, dies mitzuerleben. Auf der neuen Tour sind wir aber schon verstärkt - so wie es auf dem Album klingt.

hitparade.ch: Ein Unplugged-Album ist demnach nicht geplant?
Natacha: Nein, momentan nicht. Vielleicht später mal. Ich habe vor Kurzem das Album "Laut-los" von Christina Stürmer unverstärkt gehört. Da war ich auch ziemlich gespannt, wie es klingt. Es ist schon ziemlich cool, aber in meinem Fall müsste man es doch irgendwie anders machen, weil "Unplugged" hat heute wieder eine andere Bedeutung als vor fünf Jahren.

hitparade.ch: Dein Zeitplan für die kommende Zeit sieht also folgendermassen aus: Zuerst das neue Album, dann die Tour und danach die grosse Karriere in Frankreich?
Natacha: Also das mit dem Erfolg in Frankreich ist halt noch ungewiss, aber ein grosser Wunsch! Es ist toll, dass wird dort Plays haben, denn es ist wirklich nicht einfach. Es wäre schon toll, dort Fuss fassen zu können. Man weiss nie was passiert. Und es ist toll, was wir dort bisher erreicht haben. Wenn ich an den Anfang zurückdenke. Aber leicht ist es wirklich nicht. Nur schon die Sprachbarriere zu überwinden zum Beispiel, ist eine grosse Schwierigkeit.

hitparade.ch: Französische Interviews...
Natacha: Ja genau. Französisch ist meine zweite Sprache. Schreiben kann ich nicht korrekt, dafür sehr gut sprechen. Ich habe aber in meinem Umfeld gemerkt, dass viele nicht Französisch können. Und es ist schwierig, wenn man keine Übung hat. Bei den Vertragsverhandlungen wollten die Franzosen Englisch sprechen, aber dann versteht man ja überhaupt nichts mehr. Das ist anstrengende Arbeit.

hitparade.ch: Dann sind deine weiteren Pläne von deinem Erfolg in Frankreich abhängig?
Natacha: Zum Teil sicher, ja. Ich lebe in der Schweiz, meine Söhne sind hier, ich war die erste Mundart-Sängerin, die Rock-Pop gemacht hat. Das gehört für mich alles dazu. Das Französische ist für mich eine neue Herausforderung. In Frankreich kann ich unbeschwert ans Werk gehen, dort habe ich keine Geschichte. Dort interessiert sich niemand für meine Auszeichnungen die ich in der Schweiz erhalten habe! "Orlando", ein Hit von mir aus dem Jahr 1994, dreht sich um lesbische Liebe. Die Franzosen fanden diesen Text beispielsweise revolutionär. Das hätte ich nie gedacht, dass man in Frankreich sowas sagen würde :). Ich versuche es nun einfach mal. Es ist anstrengend, aber auch eine riesen Freude für mich.

hitparade.ch: Zur Top 10 der Schweizer Hitparade. Kannst du sie kommentieren?

10. Jason Mraz - I'm Yours
Natacha: Jason find ich schon cool, aber da kann ich zuwenig dazu sagen.

9. Leona Lewis - Better In Time
Natacha: Das ist ganz ein cooler Song. Ich finde Leona Lewis umwerfend.

8. Jordin Sparks with Chris Brown - No Air
Natacha: Hab ich noch nicht oft gehört, finde ich aber einen coolen Song.

7. Duffy - Mercy
Natacha: Ist eine ganz herzige Sängerin. Die gesunde Amy Winehouse.

6. Enrique Iglesias - Can You Hear Me
Natacha: Mir hat früher nicht so gefallen. Ich habe ihn aber kennengelernt und es ist ganz sympathisch. Seither finde ich aber seine Songs super. Er kann nicht wahnsinnig gut singen, aber er ist ein ganz cooler Typ und ich bin begeistert von ihm.

5. Coldplay - Viva la vida
Natacha: Ganz super Band, das Album gefällt mir auch irsinnig.

4. Madonna - Give It 2 Me
Natacha: Ich bin ein grosser Madonna Fan, den Song finde ich ganz super und werde auch beim Konzert dabei sein.

3. Amy Macdonald - This Is The Life
Natacha: Finde ich ganz irsinnig. Sie ist eine wunderbare Sängerin.

1. Kid Rock - All Summer Long
Natacha: Der Hammer!


Linktipps:
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