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INTERVIEW MIT THE VERONICAS



The Veronicas sind Lisa Marie und Jessica Louise Origliasso und kommen aus Australien. Die beiden eineiigen Zwillinge landeten bereits bei uns vor drei Jahren mit ihrem Debut in den Charts. Nun wird bei uns das zweite Album veröffentlicht, das in Australien auf Platz zwei eingestiegen ist und ein Jahr in den Charts blieb. Wir haben die beiden in Zürich zum Interview getroffen.

hitparade.ch: Eure Band hat so grossen Erfolg, dass ihr oft auf Reisen seid. Wie wurde eure Musik rund um die Welt aufgenommen?
Lisa: Es ist echt toll. Wir sind glücklich darüber, dass unsere Musik uns wieder Australien näher gebracht hat, unseren Heimatort. Aber es war auch in Amerika und in Teilen von Europa ein Erfolg. Wir nehmen Kurs auf Asien dieses Jahr, wenn wir die CD veröffentlichen. Die Fans sind überall ähnlich, es wird überall akzeptiert. Wir sind richtig aufgeregt, weil es hier in Europa so gut läuft mit der Musik und wir wollen, wenn wir wieder auf Tour gehen, mehr Zeit hier verbringen.

hitparade.ch: Auf eurer Website steht, dass sich euer Musikgeschmack seit dem letzten Album vor zwei Jahren verändert hat. Inwiefern? Und hat dies euer neues Album beeinflusst?
Lisa: Sehr sogar! Es waren zwei Jahre vergangen, als wir "Hook Me Up" geschrieben haben. Als Künstler und auch als Menschen haben wir uns verändert, wir sind erwachsener geworden. Die Dinge, über die wir geschrieben haben, haben wir längst überstanden. Durch unsere Reisen haben wir viel neue Musik entdeckt. Ich denke, all diese Dinge haben mich weitergebracht. Es war die Kombination von Allem, die uns zu den Veronicas gemacht haben und zu den Menschen, die wir heute sind.

hitparade.ch: Du hast erwähnt, dass Du persönlich erwachsen geworden bist und vieles sich bei Dir in den letzten Jahren verändert hat. Was genau hat sich den verändert?
Lisa: Wir waren gezwungen selbstständig zu werden und unabhängig, da wir von zuhause ausgezogen sind. Unter diesen Umständen mussten wir uns ein bisschen mit uns selbst auseinandersetzen. Wir sind ausserdem starker geworden, denke ich. Wir haben eine Menge gelernt durch diese Branche, in der wir nun sind, und haben Dinge realisiert. Wir haben unsere eigene Meinung und finden heraus, wofür wir stehen.
Jess: Wir sind wirklich erwachsen geworden.

hitparade.ch: Nach dem grossen Erfolg in Australien habt ihr euch entschieden, nach Amerika umzuziehen. Wieso? Und wie haben eure Fans in Australien darauf reagiert?
Jess: Das war vor unserem Erfolg in Australien. Wir haben einen weltweiten Vertrag mit Warner Brothers America unterschrieben. Wir zogen nach Los Angeles um näher bei unserer Plattenfirma und unserem Management zu sein. Von da aus haben wir das Album fertig gestellt. Ausserdem sind wir herumgereist, haben Songs geschrieben und aufgenommen, bevor wir unterschrieben hatten. Das meiste am Album hatten wir bereits gemacht, bevor wir es in Los Angeles fertig gestellt hatten. Dann haben wir es zuallererst in Australien veröffentlicht. Es war wichtig für uns zurückzugehen und es da zu zeigen. Dann veröffentlichten wir es in Amerika, machten eine Tour und dann gingen wir nach Australien zurück. Dort haben wir 5 Mal Platin bekommen, und haben dort getourt. Das war absolute klasse. Australien hat uns richtig unterstützt. Wir haben die besten Fans der Welt und sind richtig glücklich.
Lisa: Es war cool diese Unterstützung in Australien zu bekommen. Sie gab uns das Vertrauen zu wissen, dass wir es auch woanders schaffen können.

hitparade.ch: War euer Erfolg in Amerika so, wie ihr euch das vorgestellt habt?
Jess: Ja, definitiv! Amerika ist ein Riesending!
Lisa: Wir waren die letzten drei oder vier Jahre sehr beschäftigt, wir waren dauernd auf Tour. Nun haben wir eine extrem aufregende Zeit, da die Single Platin erreicht hat.
Jess: Es ist wichtig für uns, eine Fangemeinde aufzubauen. Man kann sagen, es ist toll ein richtiger Überflieger zu werden wie Madonna, aber die meisten Acts heute, die das schaffen, verschwinden genau so schnell, wie sie gekommen sind. Wir sind jetzt fünf Mal durch Amerika getourt und schaffen es, Stück für Stück eine grosse Fangemeinde aufzubauen. Das ist sehr wichtig.

hitparade.ch: Ist es ein Vor- oder ein Nachteil in diesem Business, dass ihr Zwillingsschwestern seid?
Jess: Vorteil.
Lisa: Auf jeden Fall ein Vorteil. Am Anfang haben wir gekämpft. Wir sind herumgereist und alles war so aufregend, aber ebenso war es auch schwierig. Du bist rund um die Uhr mit deiner Zwillingsschwester zusammen. Es brauchte seine Zeit, sich daran zu gewöhnen.
Jess: Wir haben ein Jahr lang ein Bett geteilt und auch das Badezimmer. Ausserdem haben wir jeden Tag miteinander Songs geschrieben, haben zusammen getourt und sind miteinander gereist. Sie haben uns immer ins gleiche Hotelzimmer gesteckt. Es war eine Weile anstrengend. Manchmal wollte man der anderen an die Gurgel gehen, manchmal wollte man einfach davonlaufen. Man muss einfach auch seinen Freiraum haben.
Lisa: Wir sind einfach 24 Jahre lang verheiratet gewesen. Doch die Vorteile haben immer überwogen. Und das ist gut so.
Jess: Du hast deine beste Freundin immer dabei und du kannst alles mit ihr teilen. Du hast Jemanden, der hinter Dir steht. Da ist Jemand, der in der genau gleichen Situation ist wie Du und auch aus den gleichen Gründen dabei ist. Du kannst mit dieser Person Klartext reden, und sollte es mal Streit geben, dann brauchen wir nicht eine ganze Woche, bis wir wieder miteinander reden können. Wenn wir mal streiten, haben wir uns nach drei Minuten wieder versöhnt.

hitparade.ch: Wieviel Einfluss habt ihr bei eurer eigenen Kleidermarke beim Design? Und tragt ihr die Klamotten auch selber?
Beide: Ja!
Jess: Es ist Mode für junge Mädchen zwischen 6 und 16. Wir sind nicht grosser als 10-Jährige und können die Kleider also tragen. Wir können sehr viel mitreden. Wenn wir die Mode für Mädels in Australien betrachten, ist da eine grosse Lücke was hübsche Mode für junge Mädchen betrifft. Unsere Sachen sind sehr süss, Mäntel mit herzförmigen Knöpfen und so. Einfach Dinge, die gefehlt haben. Es ist sehr modisch geschnitten. Es ist langlebig und sieht süss aus.

hitparade.ch: Ihr seid Fans von den Archie Comics, besonders vom Charakter Veronica Lodge. Daher auch euer Bandname. Was denkt ihr, wie hat dieser Name zu eurem Erfolg beigetragen und würdet ihr diesen Namen heute wieder wählen?
Jess: Gute Frage. Wir haben uns das nie gefragt. Ich mag den Namen.
Lisa: Ich denke nicht, dass der Name viel damit zu tun hat, wie die Menschen unsere Band annehmen oder wie unser Erfolg ist. Ich denke der Name war toll. Wir wollten, dass es wie ein Bandname klingt. Ich denke auch, dass es einen Eindruck verschaffte, dass wir die Selben sind, ohne dass es ein kitschiges Zwillings-Ding ist. Ich denke, das wäre unser Untergang gewesen. Bevor die Leute einen Song gehört hätten, hätten sie wohl schon eine Meinung von uns gehabt.
Jess: Die Leute erinnert unser Name oft an Veruca Salt. Was für ein toller Name. Sie was die kleine eingebildete Göre bei Willy Wonka. Ich denke es ist toll, wenn man sich das anschaut und denkt, das ist ein toller Bandname. Wenn Leute diesen Link zu uns sehen und sagen, es kommt ihnen bekannt vor, das ist doch gut. Veronica aus den Archie Comics war ein nervöser Charakter. Sie war eine richtige Göre, Daddy's Liebling, sie machte ihren Weg und spielte mit den Jungs. Sie war einfach cool und wir liebten sie, als wir aufgewachsen sind. Wir würden diesen Namen sofort wieder wählen.

hitparade.ch: Warum seid ihr auf euren beiden Album Covers nicht abgebildet?
Jess: Wir wollten nicht diesen kitschigen Glamour-Effekt. Wir sind nicht komplett dagegen, wir wollten uns einfach nicht so festlegen. Ich wechsle sowieso meine Haarfarbe ständig.
Lisa: The Veronicas ist eine Band. Klar, Jess und ich schreiben die Musik und nehmen sie auf, aber es ist eine richtige Band. Daher ist unsere Live-Show der wichtigste Teil der Veronicas. Die Jungs sind sehr wichtig.

hitparade.ch: Wie entscheidet ihr, wer von euch welchen Part singt?
Jess: Das geschieht von selbst. Wenn wir einen Song schreiben, teilen wir ihn sofort in kleine Teile ein. Unsere Stimmen, die sich gegenseitig gut ergänzen, sind doch irgendwie verschieden. Es ist von Anfang an klar und offensichtlich für uns, wenn wir einen Song komponieren, wer welchen Part singen wird.
Lisa: Wir streiten uns nie darüber. Wenn da eine richtig gute Line ist, die wir beide gerne singen würden, und ich dann einfach drauflos singen, und ich merke, dass es nicht zu mir passt, dann sage ich: Mach du weiter, du kannst es besser. Am Ende des Tages ist der Song so wie er sein sollte, da ist nichts mit Ego-Trip.


Linktipps:
Höre ins neue Album rein - 3 CDs zu gewinnen
Discographie von The Veronicas
Offizielle Seite

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