DIE GÖTTLICHE ORDNUNG


Kino

Deutscher Titel Die göttliche Ordnung
Originaltitel Die göttliche Ordnung
Genre Drama
Regie Petra Volpe
Darsteller Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner, Marta Zoffoli, Bettina Stucky
Land CH
Jahr 2017
Laufzeit 96 min
Studio filmcoopi
Kinostart09.03.2017
Kino Deutschschweiz Wochen: 28 / Besucher: 169350
Kino Romandie Wochen: 5 / Besucher: 24021

Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Der Dorf- und Familienfrieden kommt jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen...

«Die göttliche Ordnung» ist der erste Spielfilm über das Schweizer Frauenstimmrecht und dessen späte nationale Einführung 1971. Drehbuchautorin und Regisseurin Petra Volpe («Traumland», Drehbuch von «Heidi») nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise in die ländliche Schweiz der 70er Jahre und diese bahnbrechende Zeit. «Die göttliche Ordnung» setzt all den Menschen ein Denkmal, die damals für gleiche politische Rechte gekämpft haben, sowie all jenen, die sich auch heute für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung engagieren.

REVIEWS

Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 1)

******
Ein beherzter, sehr gut besetzter und leidenschaftlich gespielter Film, der die Höchstnote verdient! Nebst einer guten Prise Humor und Ironie und viel Realismus lässt er tief blicken. Es ist eben noch gar nicht lange her und die Mentalität jener Zeit lässt verstehen, warum wir auch heute noch fortwährend über die Rollenbilder und die gesellschaftlichen Verantwortungen und Gender-Themen streiten. Vieles ist auch heute noch nicht salonfähig. Der Film ist subtil und deutet immer wieder subversiv an, warum die Männer lange mit überzeugender Vehemenz die Frau in Haus und am Herd forderten. Die Versammlung des Aktionskomitees mit der Verspottung und Diskriminierung der Nora Ruckstuhl ist dabei genau so eindringlich und beklemmend wie der Moment, als einige Männer ihre Frauen aus dem Streik-Dachstock mit Gewalt nach Hause zurückholen. Und trotzdem hat der Film eine ansprechende Leichtigkeit, was der sehr gut ausbalancierten Regie von Petra Volpe zu verdanken ist! Ein wichtiger Film, immer noch aktuell, auch wenn man die Schwarz-Weiss-Mitschnitte im Abspann sieht. Man bedenke: Erst 1984 wurde die erste Frau in den Bundesrat gewählt und erst 1990 wurde im Kanton Appenzell Innerrhoden als letztem Kanton das Frauenstimmrecht eingeführt!

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