Dies ist für mich ein typisches Green Day Album. Es steckt das drin, was man etwa erwartet. Es gibt kein wirklich schlechter Song, aber auch nur gerade zwei wirkliche Kracher mit "King for a day" und dem Klassiker "Good riddance (time of your life)". Wie gesagt, keine schlechte CD, aber auch keine die mit den Green Day Alben "American Idiot" oder "Dookie" mithalten könnte.
Der Vorgänger „Insomniac“ war noch sehr ans Erfolgrezept von „Dookie“ angelehnt (simple, aber starke Melodien, hohes Tempo, harter Sound), hatte aber mit „Brain Stew“ und „Panic Song“ auch einige ausgefeiltere Kompositionen zu bieten. Das hat sich hier auf „nimrod.“ erwartungsgemäß fortgesetzt: Auf der einen Seite stehen die „typischen“ Green-Day-Songs, die andere Hälfte jedoch machen Lieder aus, die man der Band bis dato nicht zugetraut hätte – wie etwa der Welthit „Good Riddance“ oder das beeindruckende Instrumental „Last Ride In“. „nimrod.“ ist also ein sehr experimentelles Album geworden (das äußert sich nicht nur in der Spielzeit von diesmal mehr als 30-35 Minuten), das sich trotzdem beachtlicherweise am Stück durchhören lässt, ohne einmal die Skip-Taste zu bemühen. Mag sicher auch daran liegen, dass die meisten Songs wie gewohnt recht kurz sind. Dennoch fällt auf, dass der Anteil der 6*-Songs („Insomniac“ bestand fast komplett daraus) stark zurückging, hier gibts sogar mehr 5er. Dass Green Day nicht mehr ganz so rau und „knackig“ klingen wie auf früheren Alben, zeigt sich schon im Opener „Nice Guys Finish Last“, der leider nicht so gut abgeht wie sonst. „Hitchin’ a Ride“ erinnert dann etwas an „Brain Stew“ und ist klasse, „The Grouch“ nur durchschnittlich. Aber hey, dafür folgt mit „Redundant“ einer der bis heute besten Songs der Band. Ein fantastisches, traurig-schönes Lied, das es in sich hat. „Scattered“ und „All the Time“ gehen dann wieder eher in Richtung 08/15, dafür ist „Worry Rock“ wieder sehr schön. Mit „Platypus“ folgt eine echte Überraschung – ein Song, der „Jaded“ in Sachen Tempo in nichts nachsteht und noch viel böser daherkommt. „Uptight“ ist dann wieder ruhiger, aber noch nichts gegen „Last Ride In“ – ein Instrumental, das man Green Day in etwa so sehr zugetraut hätte wie Dieter Bohlen eine gute Komposition. Der Ruhepol des Albums, eine kurze Verschnaufpause, hervorragend. Bei den beinahe zusammengehörigen „Jinx“ und „Haushinka“ gibts aber wieder gewohnt auf die Zwölfe. „Walking Alone“ begeistert mit einer fantastischen Melodie und wird von den herrlichen Auf-die-Fresse-Songs „Reject“ und „Take Back“ abgelöst. Dann die zwei größten Überraschungen neben „Last Ride In“: „King for a Day“ bedient sich am Ska und macht Gebrauch von Trompeten und anderen eher GD-untypischen Instrumenten; „Good Riddance“ ist eine waschechte und durchaus gelungene Ballade. Der Schlusstrack, „Prosthetic Head“ ist ganz zweckmäßig gemacht, aber trotzdem – so richtig passt es nach dem traurigen „Good Riddance“ nicht. Wie auch immer, auch wenn die 5*-Songs leicht überwiegen – ich vergebe wie bei den beiden Vorgängern die (knappe!) 6*, einfach weil der Abwechslungsreichtum der Platte beachtlich und lobenswert ist. Als Anspieltipps sind unbedingt „Redundant“ sowie „Reject“, „Walking Alone“ und „King for a Day“ zu nennen. Ausfälle gibts keine, einige Songs („Scattered“, „Uptight“) sind nur gefährlich nahe am Durchschnitt. An das hervorragende „Insomniac“ kommt „nimrod.“ also nicht heran, ist jedoch viel besser als der Nachfolger „Warning:“ und definitiv empfehlenswert!
Sehr gutes Album, ein Lichtblick im sehr schwachen Musikjahr 1997. Schon viel vielseitiger als noch die beiden vorhergehenden Alben. Allerdings keine 6* für mich, da ich mich bei keinem Song dazu durchringen konnte. Favoriten: "Redundant", "Last Ride In". "Jinx/Haushinka" (nur zusammen, mit diesem tollen Übergang), "King For A Day", "Good Riddance", "Prosthetic Head". Auch sonst gut, bis auf "Take Back". Zuletzt editiert: 29.08.2007 22:16
sehe es sehr ähnlich wie 'aloysius: ein typisches Green Day Album, kein wirklich schlechter Song, aber auch keine konkurrenz von Alben wie "American Idiot" oder "Dookie"...
ich liebe dieses album. green day ist vom sound her wieder etwas dreckiger als zuvor, das merkt man vor allem bei songs wie "take back". ebenfalls sehr empfehlenswert von diesem album finde ich "hitchin a ride" und "nice guys finish last".
A fantastic album, to this day it remains my favourite of theirs. It contains their best ever track, and while it does have a couple of weak points, the rest of it is strong enough to get past it. A very fun and fast paced album.
... ein gutes Album ... endlich auch nicht mehr nur das ständig Gleiche (wie's mir bei den Vorgängern vorkommt), sondern auch mal etwas Abwechslung wie King For A Day und Good Riddance (Time Of Your Life) ...
It's a very solid which has a really awesome beginning, I just really think it loses it's momentum and your really over it already by around the 12 track.